„Gracias“ an die Stimme Argentiniens

Ensemble „Klazzixx“ bot in der Hochheimer Bergkirche eine Hommage an Sängerin Mercedes Sosa
„Noch singen wir, noch feiern wir“, heißt es, frei übersetzt, im Lied „Todavia cantamos“, „noch träumen wir, noch hoffen wir“. Diese Zuversicht strahlte auch der Konzertabend in der Bergkirche aus, präsentiert vom Ensemble „Klazzixx“ um Petra Fluhr.  
Trotz schlechten Wetters fand doch eine erstaunlich viele den Weg in die Kirche, und sie hatten es nicht zu bereuen. In vielen solcher Konzerte in Kirchen „off broadway“ (also außerhalb der großen Kulutrzentren) hört man Kostbarkeiten, die es weder im Internet noch auf CD gibt.Live und in Farbe und unwiderbringlich. Wer nicht da war, hat einfach etwas verpasst.
Plakat Sosa Hochheim KopieUnter dem Titel „Concierto por la paz“ (Konzert für den Frieden) boten sie eine Hommage an die 2009 verstorbene argentinische Sängerin Mercedes Sosa und erinnerten an deren Leben und Werk. Worte, Musik und Bilder, Wissenswertes und wundervolle Klänge fügten sich zu einem Gesamtkunstwerk zusammen.
Verblüffend ähnlich sieht Petra Fluhr der Sängerin, deren Fotos per Präsentation gezeigt wurden. Ihr Anliegen: Mercedes Sosa, diese unermüdliche Kämpferin gegen politische und soziale Ungerechtigkeit und Gleichgültigkeit, die als Stimme Argentiniens und Ikone des Widerstands galt, solle nicht in Vergessenheit geraten. Jahrgang 1935, hatte die Tochter eines Zuckerrohrarbeiters am Rande der Anden eine Kindheit erlebt, die sie als „arm aber glücklich“ bezeichnete. Von klein auf hatte sie gesungen, bis die erfolgreiche Teilnahme an einem Gesangswettbewerb im zarten Alter von 14 Jahren ihr Leben veränderte.
Sie fasste den Entschluss, Folklore-Sängerin zu werden, und wurde zunächst durch Radio-Auftritte bekannt. Damals bewusst nach Ruhm und Reichtum gestrebt hatte sie nicht. Sich selbst bezeichnete sie als einen Familienmenschen, der eigentlich nichts lieber gehabt hätte als Kinder und einen verläßlichen Ehemann.  In Passagen aus Interviews kam sie während des Konzertes quasi selbst zu Wort.

Ihre Interpretationen galten als politisch und Anklage gegen Armut und Unterdrückung. In der Zeit der Militärdiktatur wurde Sie als Künstlerin von den Machthabern totgeschwiegen, so dass sie zeitweise das Land und den Kontinent verlassen mußte und mit  Konzerten in aller Welt gegen die politische Lage in Lateinamerika ansang. Ihr Exil empfand sie als Strafe mit all der Einsamkeit, die sie trotz ihrer Erfolge empfand, fernab der Heimat. Viel Symbolik enthalten Lieder wie „Como la cigarra“ (Wie die Zikade) oder „Las manos de mi madre“  (die Hände meiner  Mutter), zu denen Texte zum Nachlesen geboten wurden. Gesungen wurde auch vom Wunsch, noch einmal 17 zu sein, jedoch mit der Lebenserfahrung eines Hundertjährigen. Ergänzend dazu erklangen Instrumentalstücke, solo gespielt oder in variierenden Kombinationen. Warm und weich wirkte da der Zusammenklang von Petra Fluhr am Englischhorn und Isabella Weimer, Flöte. Ebenso meisterhaft spielten Gitarrist Reimund Popp, Gernot Blume (Harfe und Gitarre) und Roland Weimer (Percussion), der einen wahren Klangteppich im Altarraum ausbreitete.
Von Höhen und Tiefen, Glück und Leid handelte das aus der Seele gesungene Lied „Gracias a la vida“, die weltbekannte Hymne gegen Diktatur und für Freiheit.
Vielen Landsleuten, die ihr zur Rückkehr einen überwältigenden Empfang bereiteten, machte sie Mut mit „Honrar la vida“. Begeisterten Beifall gab es danach für das Ensemble und im Gedenken an diese außergewöhnliche Frau. Da nach einem Lied wie „Honrar la vida“ eigentlich keine Zugabe mehr als Steigerung gespielt werden kann, durfte sich das Publikum ein Lied aus dem Programm wünschen und entschied sich für „Volver a los 17“ (noch einmal 17 sein)

 

Zum Weltgebetstag der Frauen

Kommt, alles ist bereit”: Mit der Bibelstelle des Festmahls aus Lukas 14 luden die slowenischen Frauen ein zum Weltgebetstag am 1. März 2019.

In Hochhein trafen sich katholische und evangelische Frauen im katholischen Jugenheim zu Kaffee und Kuchen.

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Foto: Karin Müller


Samstag, 30. März 09:30 Uhr
Mitarbeitendentag


Einladung zum Meditativen Abendgottesdienst am 31. März 2019, 19:30 Uhr, Bergkirche Hochheim

Stille ist kostbar - in einer Welt voller Lärm und Unrast. Gemeinsames Singen und Schweigen schafft Raum zur inneren Sammlung, zum privaten Gebet oder zum Nachdenken über Gottes Wort und das eigene Leben.
Wir laden Sie herzlich ein, am 31. März 2019 um 19:30 Uhr, zum Meditativen Abendgottesdienst in die Hochheimer Bergkirche.


Kleidersammlung

Die evangelische Gemeinde der Bergkirche St. Peter in Worms-Hochheim sammelt auch in diesem Jahr wieder Kleiderspenden in Zusammenarbeit mit der Nieder-Ramstädter-Diakonie. Gut erhaltene und tragfähige Kleidung für Kinder und Erwachsene, Bett-, Haushalts- und Leibwäsche sowie Schuhe (paarweise gebündelt) können in der Garage des Pfarrhauses abgestellt werden. In der Bergkirche sowie im Pfarrsekretariat liegen entsprechende Kleidersäcke bereit.

Abgabetermine:
3. und 04. Juni ab 8:00 Uhr


Konfirmationsjubiläum
Am Pfingstsonntag, den 9. Juni 2019 um 10:15 Uhr feiern wir in der Bergkirche St. Peter Goldene und Diamantene Konfirmation mit einem festlichen Abendmahlsgottesdienst. Über diese beiden Jahrgänge hinaus sind auch Gemeindeglieder eingeladen, die vor 65, 70 und mehr Jahren konfirmiert wurden und dies gerne feiern möchten. Selbstverständlich auch Gemeindeglieder, die in anderen Gemeinden konfirmiert wurden, aber heute zu unserer Gemeinde gehören.
Es wäre schön, wenn Sie sich im Pfarrbüro telefonisch unter der Telefon-Nr. 06241-7123 melden würden.


Orgelmusik

Am 30. Januar 2019 startet die diesjährige Reihe "Dreiviertel-Stunde der Orgelmusik" . Es folgen - jeweils am letzten Mittwoch im Monat von 18.00 - 18.45 Uhr - weitere Orgelmusiken. Im Dezember findet das Orgelkonzert am Dienstag den 24. Dezember statt.

30. Januar 2019: Romantische Musik
27. Februar:  Orgelmusik aus (sehr) alter und neuer Zeit
27. März: Choralbearbeitungen pdf symbol 25
24. April - 31 Juli: Oster- und Sommerpause
28. August: Jubilare
25 September: „Mögliche Begegnung“
30. Oktober: Lehrer und ihre Schüler
27. November: In alten Manuskripten geblättert
24. Dezember Weihnachtliche Klänge

Wir suchen Mitarbeiter für unseren Gemeindebrief. Interessierte können sich an Beate Wolf wenden.
Tel.: 06241-51201
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Innenraum der Bergkirche als 360°-Foto